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Sonntag - 16 | 12 | 2018


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Jahresbericht 2014 des Frauenhauses Emden



2014 kennzeichnete sich hauptsächlich durch eine starke Frequentierung unseres stationären Wohnbereiches. Dieses war zum einen darauf zurückzuführen, dass vermehrt Frauen mit vielen verschiedenen Problemen den stationären Frauenhausbereich nutzten. Die Stabilisierung und die darauffolgende Neuorientierung nahmen viel Zeit und eine intensive Betreuung und Begleitung in Anspruch, so dass die Aufenthaltsdauer sich verlängerte (siehe Punkt 6.3 des Jahresberichts). Der stationäre Wohnbereich war vielfach zu 100 % ausgelastet, im Durchschnitt hatten wir eine 70,27 % Auslastung.

Multiproblemlagen wie Verschuldung, Probleme im Bereich der Kindererziehung, psychische Erkrankungen, um nur einiges zu nennen, sind die Probleme, die neben der häuslichen Gewalt in den Beziehungen am Häufigsten auftraten. Häusliche Gewalt - also als ein Faktor in der Arbeit im Frauenhaus. Andererseits trug die desolate Situation auf dem Emder Wohnungsmarkt dazu bei, dass unsere Bewohnerinnen sehr lange suchen mussten, um eine bezahlbare Wohnung zu finden - bezahlbar durch das den Regelsatz für Unterkünfte, den das Jobcenter vorgibt. Hierbei war die permanente Unterstützung durch kompetente Mitarbeiterinnen erforderlich, da unsere Bewohnerinnen häufig abgewiesen wurden und sie sich starke Unterstützung bei der Wohnungssuche an die Seite holen mussten (siehe Punkt 4 des Jahresberichts). Zudem gab es kaum Wohnungen, die dem vorgeschriebenen Mietsatz des Jobcenters entsprachen. Dieses erschwerte unsere Arbeit enorm und übernahm zeitweilig den meisten Raum ein, so dass die weiteren schwerwiegenden Probleme der Bewohnerinnen und ihrer Kinder nur sekundär bearbeitet werden konnten. Das war sehr unbefriedigend im Arbeitsbereich stationäres Wohnen.

Neben diesem enormen Anstieg in diesem Bereich wurden die Angebote der Frauenberatung, der BISS Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und des Notrufs nach sexueller Gewalt angeboten und wurden in gewohnter Weise nachgefragt.

Besonders schwierig gestaltete sich in 2014 unsere personelle Situation. Die Erzieherin wechselte zum 01.10.2014 in eine andere Einrichtung und die Stelle der Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr lief aus. Beide Stellen konnten zunächst nicht wieder besetzt werden. Erst in 2015 wird sich die Situation wieder verändern. Besonders hervorzuheben war noch, dass das Frauenhaus eine neue Leistungsvereinbarung mit der Stadt Emden verhandeln musste. So sollte zunächst eine Kürzung des Zuschusses erfolgen. Aufgrund der Arbeitsauslastung und unsres vielfältigen und notwendigen Angebots konnte dieses aber abgewendet werden.

Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit gegen häusliche Gewalt war wieder ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit und wurde trotz der widrigen Umstände geleistet. Die Aktion „Standpunkte gegen häusliche Gewalt“ wurde das ganze Jahr über durchgeführt, begleitet und am 25. November 2914 – dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in einer großen Fotoausstellung präsentiert (siehe Punkt 5.1 des Jahresberichts).

Außerdem erstellten wir mit einer Arbeitsgruppe einen Flyer zum Thema: Häusliche Gewalt – erkenne und handeln. Dieses setzte unsere Arbeit der vergangenen Jahre fort und machte weiterhin das besondere Risiko der häuslichen Gewalt in Familien und die Auswirkungen für die Kinder deutlich (siehe Punkt 3 des Jahresberichts).

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren UnterstützerInnen, SponsorInnen, Institutionen und Einzelpersonen. Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder konkrete persönliche und finanzielle Zuwendungen für unsere Arbeit mit den von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern bekommen haben. Neben den festen Zuwendungen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration und dem Zuschuss der Stadt Emden benötigen wir für unsere Arbeit auch immer wieder Spenden.

Unser Dank gilt insbesondere der Volkswagen AG, den MitarbeiterInnen von VW, dem Lions-Club, dem Inner Wheel Hilfeverein Ostfriesland, dem Ortsfrauenausschuss der IG-Metall, der Kirchengemeinde Hinte, dem Drogerie Markt DM und verschiedenen SpenderInnen. Ohne Ihre Unterstützung wären die vielfältigen Aufgaben des Frauenhauses Emden nicht möglich – vielen, vielen Dank.

Für alle Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Emden
Gabriele Horn-Wulfke
Einrichtungsleitung

Datei öffnen Jahresbericht 2014 [ 969.22 kb ]


 

Frauenhaus & Notruf

Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt.
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